
Energiebedarf und Energieerzeugung im Werra-Meißner-Kreis
Der Endenergiebedarf des Werra-Meißner-Kreises beträgt jährlich 3.250 GWh für die Energieträger Wärme, Strom und Kraftstoff sowie Anteile der Verbrauchsgruppen Private Haushalte, Gewerbe und Öffentliche Hand am Wärme- und Strombedarf.
Rund die Hälfte der Endenergie wird für die Wärmebereitstellung benötigt, ein Dittel entfällt auf die Kraftversorgung und die verbleibenden rund 17% werden als Strom bereitgestellt. Vom Wärme- und Stromanteil (2.250 GWh/a) fällt etwas über 60% auf die Endenergiemenge, die Gewerbe- und Industriebetriebe verbrauchen etwa 38 %, während lediglich etwas über 1 % im Einflussbereich der öffentlichen Hand liegt.
Der Schwerpunkt der regenerativen Energieerzeugung liegt (Stand 2009) auf der Bereitstellung von Wärme aus biogenen Rohstoffen. Mit rund 217 GWh/a liegt dieser Anteil bei rund 63 % der insgesamt erzeugten regenerativen Energie von knapp 350 GWh/a. Die aus sonstigen regenerativen Energieträgern, also Solarthermie und Geothermie, bereitgestellte regenerative Wärmemenge umfasst lediglich rund 7 GWh/a.
Knapp ein Viertel der regenerativen Energie wird als Strom bereitsgestellt. Diese rund 82 GWh/a stammen zur zwei Dritteln aus biogenen Rohstoffen und zu einem Drittel aus weiteren regenerativen Quellen wie Wind- und Wasserkraft sowie Photovoltaik.
Die insgesamt im Kreisgebiet regenerativ erzeugte Energiemenge entspricht dem Energiegehalt von rund 35 Mio. l Heizöl und könnte, lässt man den Verkehrsbereich außer Acht, rund 14 % des Endengiebedarfs vom Werra-Meißner-Kreis decken. Die bereitgestellte Strommenge würde für die Versorgung von ca. 20.000 Drei-Personen-Haushalten im Werra-Meißner-Kreis ausreichen. Mit der bereitgestelleten Wärmemenge könnten rund 7.800 Einfamilienhäuser mit einem durchschnittlichen Energieverbrauch beheizt werden.
Quelle:
Integriertes Klimaschuzkonzept für die Region Werra-Meißner-Kreis, Stand März 2011